Schloss Reinhardsbrunn

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Standort

Reinhardsbrunn
99894 Friedrichsroda

Land & Region

Deutschland
> Thüringen [Freistaat]
> Gotha [Landkreis]

Anbieter

Internationaler Förderverein für das Natur- und Kulturerbe n.e.V.

Gemeinnützige Organisation / Unternehmen

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Beschreibung

Schloss Reinhardsbrunn ist ein 1826/1827 unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Gotha als Sommerresidenz im neogotischen Stil errichtetes Schloss, das auch als Jagdschloss genutzt wurde.
An gleicher Stelle hatte sich bereits das im 11. gegründete Benediktinerkloster Reinhardsbrunn befunden, das Grablege des Thüringer Herrschergeschlechts der Ludowinger war, jedoch nach seiner Zerstörung im Deutschen Bauernkrieg (1524 bis 1526) im Jahr 1525 verfallen war.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde an der Stelle des verfallenen Klosters ein Amtshaus errichtet.
Entsprechend wurde beim Bau der Schlossanlage Reinhardsbrunn auf die Reste vorhandener Vorgängerbauwerke des 17. und 18. Jahrhunderts zurückgegriffen.
Die eigentliche Schlossanlage sieht im Grundriss „hakenförmig“ aus.
Sie besteht aus einem im Grundriss hufeisenförmigen Komplex aus dem im Westen gelegenen Hauptgebäude sowie dem sich östlich anschließenden „Saalgebäude“, an den sich das noch weiter östlich gelegene langgestreckte „Neue Gebäude“, auch der „Lange Bau“ genannt, im rechten Winkel anschließt.
Am Ende des „Neuen Gebäudes“ befindet sich schließlich die im neoromanischen Stil erbaute Schlosskapelle.
Südwestlich der eigentlichen Schlossanlage befinden sich das Marstallgebäude, das mit einem quadratischen Turm versehene sogenannte Kavalierhaus sowie weitere Gebäude.
Schloss Reinhardsbrunn und seine Nebengebäude liegen im Schlosspark Reinhardsbrunn, einen Mitte des 19. Jhr. im Englischen Stil errichteten Landschaftspark, in dem sich sowohl einheimische als auch exotische Gehölze befinden.
Nachdem die herzogliche Familie von Sachsen-Coburg-Gotha 1945 entschädigungslos enteignet worden war, diente die Schlossanlage unterschiedlichen Zwecken, insbesondere als Schulungseinrichtung und Hotel.
Seit 1992 hat die Anlage mehrfach den Besitzer gewechselt, ohne dass es jedoch zu weitergehenden Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen gekommen ist.
Daher ist die Anlage zunehmendem Verfall ausgesetzt.
Im Rahmen von sogenannten Ersatzvornahmen, behördlich angeordneten und vorfinanzierten Maßnahmen, wurden ab 2013 notwendige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Zur dauerhaften Eindämmung des Verfalls ist eine Enteignung des gegenwärtigen Besitzers geplant.
Schloss Reinhardsbrunn und das vorher an gleicher Stelle errichtete Kloster Reinhardsbrunn haben eine wichtige Bedeutung in der Landesgeschichte Thüringens.
Aufgrund der verwandschaftlichen Beziehungen zum Haus Sachsen-Coburg-Gotha sind zudem mehrere Aufenthalte der englischen Königin Victoria auf Schloss Reinhardsbrunn dokumentiert.

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