Informationen zu SEPA

 

Ab dem 01.08.2014 dürfen nur noch die Zahlungsverfahren des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (Single Euro Payments Area, abgekürzt SEPA) verwendet werden. Darüber hinaus werden die bisherige Kontonummer und die bisherige Bankleitzahl durch die Internationale Bankkontonummer (International Bank Account Number, abgekürzt IBAN) und den Business-Identifizierungscode (Business Identifier Code, abgekürzt BIC) ersetzt.

Allerdings können Privat-Personen / Verbraucher die Kontonummer und die Bankleitzahl noch bis zum 1. Februar 2016 weiter verwenden, sofern diese im Hintergrund technisch umgewandelt werden können..

Der 8-stellige oder 11-stellige Business-Identifizierungscode (BIC) muss bei internationalen Überweisungen und Lastschriften voraussichtlich noch bis Februar 2016 verwendet werden.

 

Aufbau des 8-stelligen oder 11-stelligen BIC-Codes

A

B

C

D

D

E

F

F

G

G

G

Bankkürzel

Länderkennzeichen

Identifikationsmerkmal

Weitere 3 Stellen

 

Danach soll nur noch die Internationale Bankkontonummer (IBAN) benutzt werden. In der in Deutschland regelmäßig 22-stelligen IBAN-Nummer finden sich die bisherige Bankleitzahl und Kontonummer wieder:

 

Aufbau der 22-stelligen IBAN-Nummer

1

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22

Länderkennung

Prüfziffer

Bisherige Bankleitzahl

Bisherige Kontonummer

 

Zu den Zahlungsinstrumenten des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA zählt neben der SEPA-Kartenzahlung und der SEPA-Überweisung auch das SEPA-Lastschriftverfahren. Es ersetzt das bisherige Einzugsermächtigungsverfahren bzw. Abbuchungsverfahren.

Für das SEPA-Lastschriftverfahren benötigt der Zahlungsempfänger ein sogenanntes SEPA-Lastschriftmandat. Das Mandat berechtigt den Zahlungsempfänger, einen fälligen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Gleichzeitig wird die Bank des Zahlungspflichtigen beauftragt, die Einlösung der SEPA-Lastschrift durchzuführen.

Es gibt 2 Arten von SEPA-Lastschriftmandaten:

  1. SEPA-Basislastschrift-Mandat: Wird immer dann verwendet, wenn Verbraucher Zahlungspflichtige sind. Es kann aber auch genutzt werden, wenn Nicht-Verbraucher (z.B. Unternehmen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Körperschaften, Anstalten etc.) Zahlungspflichtige sind.
  1. SEPA-Firmenlastschrift-Mandat: Kann nur verwendet werden, wenn Nicht-Verbraucher Zahlungspflichtige sind, also z.B. Unternehmen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Körperschaften, Anstalten etc..

Das SEPA-Basislastschrift-Mandat und das SEPA-Firmenlastschrift-Mandat unterscheiden sich in ihren Wirkungen.

Ein Zahlungspflichtiger kann einer SEPA-Basislastschrift beim Vorliegen eines gültigen SEPA-Mandates noch innerhalb von 8 Wochen ab dem Fälligkeitstag widersprechen. Wird vom Konto des Zahlungspflichtigen eine Lastschrift gezogen, ohne dass ein gültiges Basis-Lastschriftmandat vorliegt (nicht erteiltes, fehlerhaft erteiltes oder gelöschtes Mandat), beträgt die Rückgabezeit bis zu 13 Monate. Dagegen hat ein Zahlungspflichtiger bei der SEPA-Firmenlastschrift nach Fälligkeit keine Widerspruchsmöglichkeit mehr.

Das SEPA-Lastschriftmandat berechtigt entweder zum einmaligen oder zum wiederkehrenden bzw. unbefristeten Lastschrifteinzug. Dies muss auf dem jeweiligen SEPA-Lastschriftmandat vermerkt sein.

Das SEPA-Lastschriftmandat muss die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers enthalten. Die Gläubiger-Identifikationsnummer wird in Deutschland von der Deutschen Bundesbank vergeben. Sie kann im Internet unter http://glaeubiger-id.bundesbank.de beantragt werden.

Neben der Gläubiger-Identifikationsnummer muss das SEPA-Lastschriftmandat auch eine Mandatsreferenz enthalten, die vom Zahlungsempfänger vergeben wird. Die Mandatsreferenz muss eine eindeutige Zuordnung eines Zahlungspflichtigen ermöglichen und kann beispielsweise aus seiner Kundennummer bestehen.

Damit die Belastung des Kontos eines Zahlungspflichtigen zum geplanten Termin erfolgen kann, muss der Zahlungsempfänger die SEPA-Lastschrift rechtzeitig seiner Bank vorlegen. Regelmäßig sind daher Einreichungsfristen zu beachten. Diese betragen bei SEPA-Basislastschriften bei erstmaligen oder einmaligen Lastschriften 5 Tage, bei wiederkehrenden bzw. unbefristeten Lastschriften 2 Tage. Dagegen ist bei SEPA-Firmenlastschriften bei erstmaligen, einmaligen und wiederkehrenden bzw. unbefristeten Lastschriften jeweils 1 Tag als Einreichungsfrist / Vorlauffrist zu berücksichtigen.

Darüber hinaus müssen bei SEPA-Lastschriften Vorankündigungsfristen berücksichtigt und Vorankündigungen (Pre-Notificationen) durchgeführt werden.

Bei einem einmaligen SEPA-Lastschrifteinzug muss der Zahlungsempfänger dem Zahlungspflichtigen mindestens 14 Tage vor der Kontobelastung eine Vorankündigung (Pre-Notification) für den Lastschrifteinzug übermitteln und den Fälligkeitstermin benennen.

Dagegen ist bei wiederkehrenden bzw. unbefristeten Lastschriften mit gleichen Lastschriftbeträgen eine einmalige Unterrichtung des Zahlungspflichtigen vor dem ersten Lastschrifteinzug und die Angabe eines wiederkehrenden Fälligkeitstermines ausreichend.

Die Vorankündigungsfrist von 14 Tagen kann jederzeit in einem individuellen Vertrag zwischen Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtigem verkürzt werden. Beispielsweise kann sie auf den Tag der Einreichung vor Fälligkeit (SEPA-Basislastschrift 2 bzw. 5 Tage, SEPA-Firmenlastschrift 1 Tag) gelegt werden.

Ein vollständiger Ausschluss der Vorankündigung bzw. Vorankündigungsfrist ist nicht möglich.

Auf welche Art die Vorankündigung (Pre-Notification) übermittelt wird, ist nicht vorgeschrieben. Daher können sehr unterschiedliche Übermittlungswege gewählt werden (Briefpost, SMS, Telefon, E-Mail, Telefax, Internet etc.).

Der Zahlungspflichtige kann das SEPA-Lastschriftmandat (hand-)schriftlich oder elektronisch, d.h. mit einer qualifizierten elektronischen Signatur, legitimieren. Ob eine Abweichung von der Schriftform möglich und zulässig ist, ist umstritten. Die Einführung eines internetfähigen sogenannten E-Mandates ist geplant, aber noch nicht umgesetzt.

Das SEPA-Lastschriftmandat verbleibt beim Zahlungsempfänger und dient ihm als Berechtigungsnachweis. Es kann jederzeit vom Zahlungspflichtigen oder vom Zahlungsempfänger einseitig ohne Kündigungsfrist widerrufen werden.

Wird das SEPA-Lastschriftmandat innerhalb eines Zeitraumes von 36 Monaten nicht in Anspruch genommen, wird das Mandat ungültig. Somit wird die Gültigkeit eines SEPA-Lastschriftmandates -außer bei einmaligen SEPA-Lastschriftmandaten- bei jeder Inanspruchnahme durch eine Lastschrift um die nächsten 36 Monate verlängert.

Das DEUTSCHE NATUR & DENKMAL FORUM - DNDF unterstützt seine Nutzer bei der Vorbereitung und Durchführung von SEPA-Lastschriften. Unter anderem stellt es vorausgefüllte SEPA-Lastschriftmandate zur Verfügung.

Darüber hinaus können Nutzer Textbausteine zur Durchführung der Vorankündigung (Pre-Notification) verwenden. Die Textbausteine finden Sie in Ihrem Kundenbereich unter >Downloads<.

Da auch die Abrechnung bestimmter Dienstleistungen des DEUTSCHEN NATUR & DENKMAL FORUMS - DNDF regelmäßig über einen Lastschrifteinzug erfolgt, werden Kunden gebeten, unterschriebene SEPA-Lastschriftmandate zu übermitteln. Entsprechende vorausgefüllte SEPA-Lastschriftmandate finden Sie in Ihrem Kundenbereich unter >Mein Konto< durch Aktivierung des Buttons >Lastschriftmandat<.

Jeweiliger Gläubiger der SEPA-Lastschriftmandate ist die ABIGRO GmbH & Co. KG als Betreiberin des DEUTSCHEN NATUR & DENKMAL FORUMS - DNDF.

 

Weitere Informationen zum Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA und seinen Zahlungsinstrumenten finden Sie unter: https://www.sepadeutschland.de.

Wichtige Rechtsgrundlagen sind

  1. VERORDNUNG (EU) Nr. 260/2012 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009

  2. Gesetz zur Begleitung der Verordnung (EU) Nr. 260/2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (SEPA-Begleitgesetz)

 
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